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Home » Ratgeber » Airlines zahlen stornierte Tickets weiterhin nur schleppend zurück
  • Airlines haben im Schnitt bisher nur jedes Zweite stornierte Ticket zurückgezahlt
  • Etwa ein Drittel aller Rückzahlungen mussten durch eine Klage erwirkt werden
  • Österreichische Airlines mit guter Zahlungsmoral, deutsche Anbieter mit Luft nach oben

Die globale Corona-Pandemie hat in den letzten eineinhalb Jahren zu vielen Flugausfällen im Reiseverkehr geführt. 

Fluglinien haben massenhaft Tickets storniert, weil die Corona Pandemie Flugreisen zum Stillstand gebracht hat. Jeder hatte für diese Stornierungen Verständnis. Nach mehr als einem Jahr fehlt uns aber das Verständnis dafür, dass die Luftfahrtunternehmen die Kosten dieser stornierten Tickets noch immer nicht zurückerstattet haben. Es geht um Barauslagen in Milliardenhöhe, die Passagiere hier ausgelegt haben, ohne einen Flug konsumiert zu haben. Schließlich muss der Ticketpreis zur Gänze im Voraus bezahlt werden. 

Die zögerliche Ticketrückerstattung zahlreicher Airlines sorgt leider auch in diesem Jahr noch immer für viel Ärger bei den Reisenden. Nun hat sogar der Europäische Rechnungshof Ende Juni 2021 die massiven Rechtsbrüche durch Airlines in der Corona-Pandemie kritisiert. Anstatt die zustehenden Rückzahlungen zu erhalten, seien Reisende bei annullierten Flügen rechtswidrig dazu genötigt worden, Gutscheine anzunehmen. Dabei sind Airlines nach geltendem EU-Recht dazu verpflichtet, Reisekosten innerhalb von sieben Tagen an Reisende zurückzuzahlen. 

In vielen Fällen muss erst ein Schreiben des Anwalts bei der Fluglinie eintreffen, damit eine Ticketkostenrückzahlung erfolgt. Selbst bei großen und renommierten Luftfahrtunternehmen muss manchmal Klage eingereicht werden, damit eine Zahlung erfolgt.

Wir geben Ihnen einen Überblick anhand interner Daten, welche Airlines auch nach einer Klage nur zögerlich Kosten zurückerstatten und bei welchen Fluglinien Reisende Hoffnung haben dürfen, ihr Geld schneller wiederzusehen. Die aktuellen Zahlen spiegeln den Zeitraum von März 2020 bis Ende Juni 2021 wider und beziehen sich auf von FairPlane bearbeitete Fälle.