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Streikhochburg Deutschland: An deutschen Flughäfen wird häufiger gestreikt als an italienischen oder griechischen Airports

Streik - Grund für Flugverspätung?

Yulia Reznikov / Shutterstock.com

München/Wien, 11. Februar 2015 (C.O.M.B.O.) – Deutschland führt das Streik-Ranking an und der nächste Arbeitskampf bei Germanwings steht schon vor der Tür: An hiesigen Flughäfen kam es 2014 häufiger zu Arbeitsniederlegungen als in den vermeintlich besonders streikanfälligen Ländern Frankreich, Italien und Griechenland. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbraucherschutzportal www.FairPlane.de, welches Daten des Webdienstes streikradar.de ausgewertet hat. Zudem prognostiziert FairPlane, dass Flugreisende auch 2015 starke Nerven brauchen.

 

2014: Mehr als ein Dutzend Streiks an deutschen Flughäfen

FairPlane zählte allein für Deutschland 13 Arbeitskämpfe – von Warnstreiks an einzelnen Flughäfen bis hin zu deutschlandweiten Streiks ganzer Airlines. In Griechenland kam es im gleichen Zeitraum lediglich zu zwei Arbeitsniederlegungen – Ende Januar 2014 ein Fluglotsenstreik sowie Ende November ein Generalstreik, bei dem der gesamte Luftraum gesperrt wurde. In Frankreich hatten Fluggäste 2014 mit den Auswirkungen von fünf Arbeitsniederlegungen zu kämpfen. Italien verzeichnete sechs Streiks. Auf der Apenninenhalbinsel waren besonders die Fluglotsen streikwütig, die für vier Arbeitskämpfe verantwortlich waren. In Frankreich war Air France zweifach betroffen. Beide Male streikten dort im September die Piloten.

 

Lufthansa und Germanwings überdurchschnittlich betroffen      

Die Mehrzahl der Streiks in Deutschland betraf die beiden Airlines Lufthansa und Germanwings. Zwischen April und Dezember 2014 fielen durch die von der Vereinigung Cockpit initiierten Streiks allein bei den beiden Fluglinien mehr als 7.000 Flüge aus.* Betroffen waren hunderttausende Passagiere.

 

Düstere Prognose für 2015

Andreas Sernetz, Gründer und Geschäftsführer von FairPlane.de, stellt eine düstere Prognose für die Zukunft auf: „Das Jahr 2014 war schon ein sehr streiklastiges. 2015 verspricht jedoch keine Verbesserung: Arbeitskämpfe an Flughäfen oder bei Airlines waren im Januar und Februar 2015 schon fast an der Tagesordnung. Ab 12. Februar 2015 wird Germanwings bestreikt. Hier sollen für zwei Tage sämtliche Abflüge in Deutschland betroffen sein. In Europa könnte Spanien in diesem Jahr auf der Streikkarte vermutlich ganz weit oben landen. Hier stehen bis August 27 Streiktage im Raum.“

 

Rechte bei Streik

Das Verbraucherschutzportal www.FairPlane.de rät Passagieren bei sämtlichen Streiks frühzeitig Kontakt zur Airline aufzunehmen und bei unklarer Sachlage pünktlich am Gate zu erscheinen. Häufig kann ein Notflugplan aufgesetzt werden, um die Auswirkungen für Passagiere zu minimieren. Einen Anspruch auf Entschädigung haben Fluggäste bei streikbedingten Flugausfällen in der Regel nicht. Bei Wartezeiten ab zwei Stunden stehen ihnen jedoch Betreuungsleistungen wie Getränke und Mahlzeiten zu. Bei Wartezeiten von mehr als fünf Stunden können sie kostenfrei vom Flug zurücktreten. Die Airline muss dann die kompletten Ticketkosten rückerstatten, ohne Bearbeitungsgebühren.

 

Auswertungsdetails: In die Analyse wurden sämtliche Streiks an Flughäfen in Deutschland, Italien, Griechenland und Frankreich im Jahr 2014 einbezogen unabhängig von den jeweiligen Berufsgruppen.

*Siehe: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/326982/umfrage/streiks-vereinigung-cockpit/

FairPlane.de – der seriöse Partner beim Einfordern der Fluggastrechte

FairPlane.de als renommierte Verbraucherschutz-Plattform unterstützt Flugpassagiere dabei, ihre Ausgleichsansprüche gegenüber Fluglinien einzufordern und durchzusetzen. Diese Ansprüche entstehen durch Flugverspätungen von mehr als drei Stunden, Flugannullierungen oder überbuchte Flüge. FairPlane bündelt Ausgleichsansprüche und übergibt diese an erfahrene und spezialisierte Anwälte für Reiserecht. Für Kunden entsteht keinerlei Kostenrisiko – das Unternehmen übernimmt alle Anwalts- und eventuelle Gerichtskosten. FairPlane verlangt keine Bearbeitungsgebühren, sondern ein rein erfolgsbasiertes Honorar der tatsächlich geleisteten Ausgleichszahlung. Die Erfolgsquote der von FairPlane vertretenen Fälle liegt bei rund 85 Prozent. Das Unternehmen mit Sitz in Wien wurde 2011 von Andreas Sernetz und Michael Flandorfer gegründet und unterhält seit 2012 eine Niederlassung in München. Im März 2013 zeichnete der Travel Industry Club (TIC) FairPlane beim bundesweiten Wettbewerb „Best Practice Award“ als eines der drei innovativsten Unternehmen der deutschen Reiseindustrie aus. Im Juni 2013 gewann FairPlane beim renommierten „Sprungbrett“-Award des Verbands Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) in der Kategorie „Established“.