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Schlechtes Wetter als Ausrede für Flugverspätungen und -ausfälle: FairPlane nennt die Rechte für Passagiere

Winterwetter - Flugverspätungen und Flugausfälle wegen Schnee

Der Wintereinbruch hat mit Schnee und Eis zu landesweiten Beeinträchtigungen an vielen deutschen Flughäfen geführt und sorgt weiterhin für Behinderungen im Flugverkehr.

Über 300 Flüge mussten bis zum gestrigen Frühabend, 11. Dezember 2017, aufgrund heftigen Schneefalls am Flughafen Frankfurt gestrichen werden, zig Flüge waren massiv verspätet. Auch andere deutsche Flughäfen waren stark betroffen. Am Flughafen Düsseldorf musste der Flugbetrieb zwischenzeitlich eingestellt werden – bis zu 111 Flugausfälle lagen bis gestern Sonnabend vor. Über hundert Flugausfälle verzeichnete auch der Münchner Flughafen. Ebenso kam es am Flughafen Köln/Bonn kam zu einigen Flugannullierungen.

Andreas Sernetz, Geschäftsführer des Verbraucherschutzportals FairPlane erläutert, was Reisende bei wetterbedingten Flugverspätungen und -ausfällen wissen müssen:

Kommt es aufgrund extremer Wetterverhältnisse wie starkem Schneefall oder strengem Frost zu Flugverspätungen oder -annullierungen, dürfen Airlines ihre Passagiere nicht einfach stehen lassen. Der Fluggast hat Anspruch auf Beförderung zum ursprünglich gebuchten Flughafen. Bei Bedarf muss die Fluglinie für ihre Kunden einen alternativen Transport per Bahn, Bus oder Mietwagen organisieren. Auch einen adäquaten Ersatzflug kann sie anbieten. Sollten all diese Möglichkeiten keine passende Alternative für den Fluggast darstellen, muss die Airline die gesamten Ticketkosten ohne Abzug rückerstatten.

„Bereits ab einer Verspätung von zwei Stunden müssen Airlines sogenannte Betreuungsleistungen erbringen. Dazu gehören Mahlzeiten und Getränke, aber auch die Kostenübernahme für Telefonate oder eine Hotelübernachtung, falls sich der Flug auf den nächsten Tag verschiebt“, erklärt der Experte für Fluggastrechte. Wichtig für Passagiere: Die Betreuungsleistungen sind zeitlich unbegrenzt. Sollte der Wintereinbruch mehrere Tage dauern, sodass Reisende nicht nach Hause fliegen können, dann müssen Airlines ihre Passagiere entsprechend lange versorgen und bei Bedarf für die Hotelübernachtungen aufkommen.

Schlechtes Wetter häufig als Ausrede missbraucht

Abgesehen von der Betreuung gehören schlechte Wetterbedingungen zu „außergewöhnlichen Umständen“. Wenn das Flugzeug etwa wegen starker Schneefälle, oder weil die Landebahn gesperrt ist, nicht abheben kann, hat der Passagier kein Recht auf Entschädigung. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte trotzdem jeder Flug auf Anspruchsberechtigung überprüft werden.

„Viel zu häufig missbrauchen Airlines vermeintlich schlechtes Wetter als Ausrede für Flugverspätungen oder -annullierungen. Wenn ein Flug zum Beispiel mit der Begründung gestrichen wird, das Enteisungsmittel sei ausgegangen, ist das kein außergewöhnlicher Umstand. Die Airline ist in der Verantwortung, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um einen planmäßigen Flugbetrieb zu gewährleisten. Hierzu gehört auch, dass am Flughafen genügend Enteisungsmittel vorrätig ist“, so Andreas Sernetz weiter. Oft führen wetterbedingte Verzögerungen auch zu einer Überschreitung der Dienstzeit der Crew, weshalb der Flug annulliert wird. Auch dieser Fall stellt keinen außergewöhnlichen Umstand dar.

Bei Verspätungen von mehr als fünf Stunden können Passagiere ihren Flug kostenlos stornieren. Sie müssen den vollen Betrag inklusive aller Steuern und Gebühren zurückerhalten. Auch darf die Fluglinie keine Bearbeitungsgebühren verlangen.

Das Verbraucherschutzportal FairPlane rät Passagieren, frühzeitig Kontakt zur Airline aufzunehmen und bei unklarer Sachlage pünktlich am Gate zu erscheinen. Manchmal ergeben sich kurze Zeitfenster, in denen gestartet und gelandet werden kann.

Über FairPlane – marktführender Anbieter für Fluggastrechte-Services

FairPlane (www.fairplane.de) gehört zu den führenden Fluggastrechteportalen in Europa und setzt sich als einziger Anbieter sowohl bei Flugverspätungen, -ausfällen und Überbuchungen als auch bei Ticketstornierungen für die Rechte von Flugpassagieren ein. Als Legal Tech Start-Up kombiniert FairPlane modernste IT-Services und europaweite Expertise im Reiserecht durch renommierte Reiserechts-Anwälte wie Prof. Dr. Ronald Schmid. Jeder Flugpassagier kann mit FairPlane seine Entschädigungsansprüche gegenüber Fluglinien ohne Kostenrisiko durchzusetzen. Als europaweit erster Dienstleister bietet FairPlane dem Verbraucher dafür zwei Durchführungswege an: Mit „FairPlane Express“ erhält der betroffene Passagier eine Sofortentschädigung nach 24 Stunden. FairPlane übernimmt dabei das gesamte Durchsetzungsrisiko. Mit „FairPlane Standard“ wird eine Entschädigung erst im Erfolgsfall ausgezahlt, abzüglich einer Erfolgsprovision. Das vielfach ausgezeichnete Unternehmen wurde im Jahre 2011 von den Geschäftsführern Andreas Sernetz und Michael Flandorfer in Wien gegründet und unterhält Büros in Deutschland, Spanien und Großbritannien.