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EU stärkt erneut die Fluggastrechte

flight delays for older flights

Neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Stärkung der Fluggastrechte. Wenn ein Flieger von einem Treppenfahrzeug beschädigt wurde, muss die Airline Entschädigung zahlen.

Frankfurt/Main – Ein weiteres Mal konnten die Fluggastrechte durch den europäischen Gerichtshof gestärkt werden. Wenn technische Probleme im normalen Alltag entstehen, müssen Fluglinien Entschädigungen für Verspätungen ab drei Stunden zahlen. Dies wurde in Luxemburg entschieden.

Verspätung durch Unfall mit Treppenfahrzeug

Konkret geht es um einen Fall bei dem drei Frauen im Jahr 2011 über 6 Stunden Verspätung auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Antalya hatten. Laut Condor, der ausführenden Fluglinie war der Grund ein Unfall am Abend zuvor. Ein Treppenfahrzeug sei gegen eine Maschine gefahren und habe sie beschädigt, der Flieger habe ausgetauscht werden müssen. Wie üblich wollte man bei Condor mit einem außergewöhnlichen Umstand argumentieren, um sich aus der Affäre zu ziehen. Laut Fluggastrechte – Verordnung 261 aus dem Jahr 2004 müssen Fluglinien bei Flugverspätungen keinen Schadensersatz vornehmen, wenn der Flugverspätung ein „außergewöhnlicher Umstand“ zu Grunde liegt.

Außergewöhnliche Umstände

Was “außergewöhnliche Umstände” sind, ist jedoch oft nicht ganz eindeutig. Aus der Flugastrechte Verordnung geht lediglich hervor, dass solche Umstände „insbesondere bei politischer Instabilität, mit der Durchführung des betreffenden Fluges nicht zu vereinbarenden Wetterbedingungen, Sicherheitsrisiken, unerwarteten Flugsicherheitsmängeln und den Betrieb eines ausführenden Luftfahrtunternehmens beeinträchtigenden Streiks“ eintreten können.

Neues Urteil widerspricht Condor

Das sieht der Europäische Gerichtshof (EuGH) anders. Außergewöhnliche Umstände lägen nur vor, wenn etwas geschehe, das nicht Teil des normalen Betriebs sei. Außerdem gehe es um Ereignisse, die vom Luftfahrtunternehmen nicht beherrschbar seien. Gangways oder Treppenfahrzeuge hingegen seien zum Ein- und Ausstieg in Flugzeuge notwendig. Eine Kollision könne also im Normalbetrieb vorkommen. Von der Pflicht zur Entschädigung wäre Condor also nicht grundsätzlich befreit.

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