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Flug umbuchen – Welche Kosten kommen bei Umbuchung Ihres Fluges auf Sie zu?

Von 28.08.2017Allgemein
Umbuchen

Der Flug ist gebucht, die Freude über den bevorstehenden Trip ist groß, doch dann passiert das Unerwartete: die Kinder werden krank und man muss zu Hause bleiben, der Chef genehmigt den Urlaub leider doch nicht, aber da man sicher ist, dass alles in einigen Woche überstanden ist, oder der Urlaub später genehmigt wird, bucht man den Flug einfach um: einfach? Wie man´s nimmt!

Leider gibt es für die Umbuchung eines Fluges keine generelle Regelung. Man muss sich mit seiner Fluglinie in Verbindung setzen. Vor allem sehr günstige Tickets können oft gar nicht umgebucht werden, hier empfiehlt es sich, den Flug jedenfalls zu stornieren um zumindest einen Teil der Kosten wieder zurückzubekommen. Nähere Informationen finden Sie bei ticketrefund.de

Beispielsweise können Flüge mit folgenden Tarifen bei Air Berlin gar nicht umgebucht werden: Tarife Economy Light (sowie vor dem 12.07.2016 gebuchter JustFly / FlyDeal), Economy Saver und Business Saver.

Online-Umbuchung Flug

Wenn Sie Ihren Flug online gebucht haben, können Sie diesen bei den meisten Fluglinien auch online umbuchen. Haben Sie aber bereits online eingecheckt, ist eine Umbuchung z. Bsp. bei Air Berlin nur mehr am Servicetelefon oder am Flughafenschalter selbst möglich.

Sehr klar und einfach stellt sich die Umbuchung bei Lufthansa dar: hier kann man problemlos alles online erledigen. Selbst wenn Sie bereits eingecheckt sind, können Sie diesen Vorgang wieder rückgängig machen. Eine Preisdifferenz (der umgebuchte Flug ist günstiger als Ihr ursprünglich gebuchter Flug) erhalten Sie innerhalb von 10 Tagen zurückerstattet. Ist der umgebuchte Flug günstiger als ihr ursprünglicher gebuchter Flug, erhalten Sie innerhalb von 10 Tagen die Differenz zurückerstattet. Kostet der neue Flug mehr, ist die Preisdifferenz zu zahlen.

Bei Air Berlin, Swissair, Eurowings, Ryanair und vielen anderen Airlines wird die Preisdifferenz bei einer Umbuchung auf ein günstigeres Ticket nicht zurückgezahlt.

Buchungsklasse- Tarifklasse: warum wird es immer teurer?

Wenn Sie Ihren Flug umbuchen und dabei feststellen, dass Sie keinen Ersatzflug zum selben Preis finden, liegt das an der Buchungsklasse.

Denn wenn die ursprüngliche Buchungsklasse für den neu gebuchten Flug nicht mehr verfügbar ist, muss die Preisdifferenz zur nächsthöheren, verfügbaren Buchungsklasse gezahlt werden. Warum dabei meist immer ein viel höherer Ticketpreis am Ende steht, lässt sich leicht erklären: Buchungsklassen gibt es so viele, wie Buchstaben im Alphabet, auf dem Flugticket ist die Buchungsklasse auch mit einem Buchstaben angeführt. Zur Verwirrung der Kunden, um Preisentscheidungen undurchsichtig und gar nicht nachvollziehbar zu gestalten, wie es scheint. Die Buchungsklassen unterscheiden sich im Preis und in der Möglichkeit der Stornierung oder Umbuchung. Die Fluglinie verkauft Tickets für dieselbe Beförderungsklasse zu unterschiedlichen Preisen beziehungsweise Tarifen. In der Regel gilt: Je teurer ein Ticket für eine Beförderungsklasse, desto flexibler sind die Bedingungen für eine Umbuchung, Stornierung oder die Möglichkeit für ein Upgrade für den Fluggast. Je preiswerter eine Buchungsklasse ist, desto unflexibler sind die Bedingungen für Umbuchung oder Storno. Genau durch diesen Umstand passiert es, dass Fluggäste auf demselben Flug höchst unterschiedliche Preise für Ihr Ticket bezahlt haben.

Leider bleibt die Buchungsklasse bei der Buchung selbst unsichtbar, sie erscheint erst auf dem Ticket selbst. Eine Ausnahme ist hier Expedia, bei der Buchung steht neben der Beförderungsklasse (Economy Class, Business Class und First Class.)die Buchungsklasse in Klammer.

Selbst wenn man bei einigen Fluglinien einen sogenannte „Flex“ Tarif bucht, bei dem man annehmen könnte, dass er flexibel und daher kostenfrei zu verändern also umzubuchen ist, kommt es dann bei der Umbuchung zu zusätzlichen Kosten. Hier kommt wieder die Buchungsklasse ins Spiel.

No show statt Umbuchen?

Angenommen, Sie haben einen Flug nach Florenz gebucht und entscheiden sich kurz vor dem Abflug, dass Sie doch bei den Freunden im Auto mitfahren, und nur den Rückflug nützen wollen. Wenn Sie die Fluglinie nicht von Ihrem Fernbleiben informieren, dann gelten Sie als „no show“ Passagier.

Es kann passieren, dass Ihnen beim Rückflug das Boarding verweigert wird, oder dass Sie von der ausführenden Fluglinie mit einer Nachzahlung auf Ihr bereits bezahltes Ticket konfrontiert werden.

Diese Vorgehensweise ist aber nicht rechtens, denn nach einer Klage des deutschen Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VZBV) gegen British Airways und die Deutsche Lufthansa hat der deutsche BGH zum Vorteil der Passagiere entschieden: Eine Fluggesellschaft darf Reisende grundsätzlich nicht vom Rück- oder Weiterflug ausschließen, wenn diese den Hinflug oder eine Teilstrecke nicht antreten.

Eine Ausnahme machten die Richter jedoch geltend: Bestimmte Kombinationen aus Hin- und Rückflügen sind, beispielsweise wegen der Abflugzeiten, günstiger als andere. Buchen Fluggäste mehrere solche Kombinationen nur mit dem Zweck, später Teilstrecken davon verfallen zu lassen, weil dies für sie „unterm Strich“ günstiger ist, so können Fluggesellschaften gegebenenfalls ein erhöhtes Entgelt verlangen.

Daraufhin haben einige Airlines Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert, wonach sie einen Aufpreis auf ein One-way-Ticket verrechnen dürfen, wenn Flugcoupons nicht in der gebuchten Reihenfolge verwendet werden.

Gegen diese Klausel hat dann der österreichische VKI geklagt. Nachdem der OHG anders als der BGH entschieden hat, ergibt sich die skurrile Situation, dass Lufthansa in den AGB einen gesonderten Passus für Passagiere aus Österreich anführt.

Diese Urteile stellen kein EU Recht da und gelten nur für die beklagten Luftlinien.

Umbuchung Pauschalreise

Bei der Umbuchung einer Pauschalreise ist man auf die Kulanz des Reiseveranstalters angewiesen. Stimmt dieser zu, können natürlich auch Umbuchungsgebühren anfallen – sofern das in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) vorgesehen ist.

Als angemessen gilt eine Pauschale von bis zu 30 Euro pro Reise, da eine Umbuchung immer mit einigem Verwaltungsaufwand verbunden ist. Manche Reiseveranstalter werten eine solche Umbuchung als fiktiven Rücktritt und gleichzeitige Neuanmeldung. Entsprechende AGB, wonach dann Stornogebühren anfallen, sind unwirksam. Ausnahme: Dem Reisenden wird für sein Umbuchungsbegehren eine genau bezeichnete Frist gesetzt.

Kann die gebuchte Pauschalreise nicht angetreten werden, darf man bis zum Reisebeginn ohne Angabe von Gründen eine Ersatzperson stellen. Auch hier fallen natürlich Kosten an, die meist sehr hoch sind. Daher ist es sinnvoll sich zuerst genau über die gesamten Kosten zu informieren und erst dann umzubuchen.

Ausbessern des Namens

Viele Fluggesellschaften bessern den Namen des Reisenden (sofern es sich um keine Änderung in der reisenden Person handelt), also reine Schreibfehler, kostenfrei aus. Es lohnt sich aber, seinen eigenen Namen fehlerfrei bei der online-Buchung einzugeben. Die nachträgliche Änderung ist mühevoll, oft sehr zeitaufwendig und nicht selten auch kostenpflichtig.

Achtung! Bitte verwenden sie bei Ihrer Buchung immer den Namen, der in Ihren Reisepapieren angegeben ist. Steht hier z. Bsp. „Hildegard“, aber Sie schreiben Hilde, kann es vor allem bei der Einreise nach Amerika oder Ägypten zu ernsthaften Problemen kommen. Der Name auf Ihrem Flugticket muss mit dem Namen im Reisedokument völlig identisch sein, besser sie checken die korrekte Schreibweise bevor Sie endgültig buchen.

Übertragung des Tickets auf eine andere Person

Die Übertragung des Flugtickets auf eine andere Person zieht bei den meisten Fluglinien höhere Kosten als der eigentliche Ticketpreis nach sich, hier empfiehlt es sich wieder zu stornieren.

Umbuchung wegen unvorhersehbarer Ereignisse

(wie z. Bsp. nach dem Terroranschlag in Paris)

Wenn in dem Urlaubsland zum Zeitpunkt Ihrer Buchung noch keinerlei Bedenken wegen Unruhen oder eben wie in Paris Terroranschlägen bestanden haben, können Sie oft kulanzhalber kostenlos umbuchen oder stornieren. Holen Sie sicherheitshalber einige Zeit vor Reiseantritt aktuelle Infos über die Lage in Ihrem Urlaubsland. Auch FairPlane informiert regelmäßig auf seiner Facebook Seite. Bei Pauschalreisen ist dies leichter, da die Leistung der Reise aus der Unterbringung und dem Flug besteht. Bei einem reinen Flug geht es nicht so einfach, außer das Ziel des Terrors ist der Flughafen selbst.

Eine Reisewarnung des Außenministeriums berechtigt nicht zur Umbuchung. Diese stellt eine reine Empfehlung dar. Den Entschluss, dieses Land zu bereisen, haben Sie ja selbst gefasst und persönlich das Für und Wider abgewogen.

Abschließend muss man festhalten, dass eine Umbuchung immer mit Kosten verbunden ist. Sich im Dickicht der Bestimmungen mit all den Ausnahmen und oft schwer durchschaubaren Preislisten zurechtzufinden ist nicht einfach.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich für das Buchen Ihres Fluges, sei es im Web oder im Reisebüro- ausreichend Zeit, Tippen Sie alle Reisedaten sorgfältig ein und überprüfen Sie die Daten vor dem Absenden sorgfältig Lesen Sie das „Kleingedruckte“ zuerst, nur so können sie vorab feststellen, ob sie alle Informationen zu Umbuchungskosten

Wenn die Kosten der Umbuchung den Ticketpreis übersteigen, dann stornieren Sie Ihr Ticket schriftlich bei der Fluglinie. Alle Infos dazu finden Sie auf ticketrefund.de