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Sicherheitsalarm am Flughafen Frankfurt: Flugchaos mit Folgen

Mehr Sicherheit im Flugverkehr

Konsequenzen der Panne können weit über den Flughafen Frankfurt hinaus reichen

Wiesbaden, 2. September 2016 – Eine Teilevakuierung des Terminal 1 am Flughafen Frankfurt löste am Mittwoch ein Flugchaos mit weitreichenden Folgen aus. Notwendig wurde die Sicherheitsmaßnahme nachdem eine Reisende die Sicherheitskontrolle vorzeitig verlassen hatte. Laut Medienberichten mussten etwa 100 Flüge annulliert werden, inzwischen konnte der normale Betrieb wieder aufgenommen werden. Doch die Fluggastrechte-Plattform FairPlane weist darauf hin, dass die Folgen für Fluggäste weitreichender sind als es auf den ersten Blick scheint.
Prof. Ronald Schmid, Experte für Fluggastrechte, erklärt, welche Konsequenzen die Verzögerung am Flughafen Frankfurt haben kann: „Fluglinien fliegen einen sehr straffen Zeitplan, um die Kapazitäten der Maschinen und der Crew bestens auszunützen. Landet nun eine Maschine zu spät, kann sich in Folge auch der Weiterflug verzögern. So summieren sich Verspätungen, Pannen werden von einem Flughafen auf den nächsten Flughafen mitgenommen.“

Folgen für Eurowings-Passagiere in Miami

Auch die deutsche Eurowings scheint vom Flughafen-Chaos betroffen zu sein. Die für die Strecke Miami-Köln vorgesehene Crew kam durch das Frankfurt-Chaos verspätet nach Miami und musste dort zunächst die gesetzlich vorgesehene Ruhezeit einhalten, bevor sie weiterfliegen konnte, so das Unternehmen auf Facebook. Dadurch konnte der Flug erst mit 14 Stunden Verspätung starten. Pikanterweise handelt es sich dabei um den Erstflug, Eurowings wollte die Strecke Miami-Köln mit 1. September aufnehmen. Das Flugzeug wird heute, Freitag, um voraussichtlich 23.20, in Köln landen.
„Hier sind noch viele Fragen offen. Lagen ‚außergewöhnliche Umstände’ vor oder hat Eurowings organisatorische Fehler gemacht? Wir werden alle eingehenden Beschwerden prüfen. Wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, kann geklärt werden, welche rechtlichen Schritte gesetzt werden können“, ergänzt Rechtsexperte Schmid, der sich gemeinsam mit FairPlane dafür einsetzt, dass Flugpassagiere, die von Verspätungen oder Annullierungen betroffen waren, zu ihrem Recht kommen. Aktuell prüfen FairPlane-Anwälte die Rechtslage und bereiten erste Schritte vor.
Betroffene können sich unter office@fairplane.de mit Fragen an die Rechts-Experten von FairPlane wenden. Erste Informationen zu Fluggastrechten finden Fluggäste im Internet unter fairplane.de.