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Flugzeug am Rollfeld

Wiesbaden, 21. Oktober 2016 – Für Montag, den 24. Oktober, kündigt die Gewerkschaft der Lufthansa Tochter Eurowings Streik an. Die Fluggastrechte-Plattform FairPlane.de rechnet mit chaotischen Zuständen an den betroffenen Flughäfen und weiteren Verspätungs-Rekorden bei Eurowings.

Gerade erst sorgte Eurowings mit Verspätungsrekorden für Schlagzeilen. Aus Daten, die der Fluggastrechte-Plattform FairPlane.de vorliegen, ist abzulesen, dass Eurowings zu den Schlusslichtern in Sachen Pünktlichkeit zählt. Verglichen wurden 30 europäische Regionalfluggesellschaften.

Fluggastrecht-Experte Prof. Ronald Schmid erklärt: „Im Pünktlichkeitsranking nahm Eurowings in den letzten Monaten immer einen der hinteren Plätze ein. Durch den bevorstehenden Streik könnte die Fluggesellschaft endgültig auf den letzten Platz abrutschen.“

Im September 2016 war beinahe jeder dritte Eurowings-Flug verspätet, die durchschnittliche Verspätung aller Eurowings-Flüge betrug zirka 40 Minuten. Für Oktober erwarten Experten weitere Negativ-Rekorde.

 

Anspruch auf Betreuung und Ersatztransport im Streikfall

„Streiks zählen leider zu den sogenannten „außergewöhnlichen Umständen“, in denen Fluglinien keine Ausgleichszahlungen laut EU-Fluggastrechte-Verordnung leisten müssen“, so der Fluggastrecht-Experte Schmid. Dennoch haben Betroffene im Streikfall Anspruch auf Betreuungsleistungen am Flughafen, beispielsweise Verpflegung, und auf die Durchführung einer angemessenen Ersatzbeförderung.

Schmid rät den Betroffenen: „Sollte die Fluglinie keinen Ansprechpartner am Flughafen haben oder massiv überlastet sein, bewahren Sie alle Belege für die oben erwähnten Leistungen auf und fordern Sie diese danach bei der Fluglinie ein.“