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Ente im Flieger erobert Herzen im Flug

Bild: twitter.com/Mark Essig

Die Passagiere auf zwei amerikanischen Flügen staunten nicht schlecht, als sie bemerkten, dass sie eine indische Laufente als Sitznachbarn hatten. Das Tier flog aber nicht zum Spaß mit, sondern diente seiner Besitzerin als emotionale Unterstützung in der Bewältigung ihrer Krankheit.

Die Überraschung an Bord war groß, als sanft quakend eine Ente den Gang des Passagierflugzeugs entlang watschelte. Auf den Strecken von Milwaukee (Wisconsin) nach Charlotte (North Carolina) und von Charlotte weiter nach Asheville (ebenfalls North Carolina) flog Carla Fitzgerald gemeinsam mit ihrer vierjährigen Ente. Der Erpel namens Daniel Turducken Stinkerbutt, kurz Daniel the Duck, begleitete sein Frauchen Carla Fitzgerald auf ihrer Reise und durfte auch ganz offiziell in der Flugzeugkabine mitfliegen.

Daniel spürt die Panikattacken seiner Besitzerin

Seit einem Sturz von einer Kutsche im Jahr 2013 leidet die 37-jährige an posttraumatischen Panikattacken. Dieser erste Flug seit ihrem Unfall stellte die Frau vor eine riesige Überwindung. Daniel the Duck ist Carlas ärztlich verordnetes „emotionales Unterstützungstier“ und beruhigt sie in der Bewältigung ihrer Belastungsstörung.

Eigentlich sind indische Laufenten eher in ihrer Nützlichkeit gegen Nacktschnecken bekannt, welche sie liebend gerne vertilgen. Wie schafft es daher eine Ente eine therapeutische Unterstützung für sein Frauchen zu sein? Daniel the Duck merkt, wenn Carla kurz vor einer Panikattacke steht und kann sie auf seine tierische Weise beruhigen. Bei einem Panikanfall klettert er sogar auf ihre Brust und gibt ihr damit das Zeichen, dass sie sich hinlegen muss. Dort verharrt Daniel solange, bis der Anfall vorbei ist. Das Therapietier ist für die Frau im Alltag so wichtig geworden  und nicht mehr wegzudenken, da dieses sie so sehr unterstützt.

Mitnahme von Therapietieren in den USA erlaubt

In Europa wäre die Mitnahme einer Ente undenkbar. Hierzulande ist es möglich als blinder Fluggast einen Begleithund oder in wasserdichten Transportboxen kleine Hunde oder Katzen mitzuführen. In den USA sind die Regeln für die Mitnahme von Tieren in Flugzeugen jedoch weniger streng. So ist dort die Mitnahme von Therapietieren seit 1986 erlaubt. Welche Tiere das sind, legt der Gesetzgeber nicht genau fest. So müsse jede Airline selbst entscheiden, welche Tiere an Bord dürfen und welche nicht.

Daniel hat nun viralen Ruhm im Internet

Gekleidet mit seinen roten Schuhen und einer Captain-America-Windel wirft Daniel the Duck sogar fast sehnsüchtig einen Blick aus dem Fenster. Mark Essig war einer der Passagiere auf dem Flug von Charlotte nach Asheville und hat augenblicklich Gefallen an dem putzigen Tier gefunden. Er veröffentlichte mehrere Fotos und ein Video auf Twitter. Dank diesem Sitznachbarn genießen Frauchen, aber vor allem der Enterich Daniel, derzeit großen viralen Ruhm.

Bild: twitter.com/Mark Essig